Freitag, 16. März 2007

So a Schmarrn...

... der Swedish Social Club hat zu einem international dinner eingeladen... die österreichische Delegation hat mit einem selbstgemachten Kaiserschmarrn dazu beigetragen... die Schweden servierten uns Köttbullar - wohl allseits bekannt - und Nudeln, Marmelade, typisches Knäckebrot, Käse etc. Besonders zu erwähnen ist wohl der Apfel-Zimt-Kuchen...





Mittwoch, 14. März 2007

Latest News: Der Frühling kommt auch nach Schweden...

... nach einigen wirklich kalten Wintermonaten haben wir hier seit Sonntag herrlichsten Sonnenschein und traumhafte Temperaturen von ca. 12°C...

Die interessanteste Beobachtung: nicht nur die Flora und Fauna kommen aus dem Winterschlaf zurück - auch die Schwedinnen und Schweden laufen mit wenig Kleidung durch die Stadt, stellen sich haufenweise beim Eissalon an und sitzen sich auf den kalten Steinboden, um ihr Eis zu genießen... mal schauen, ob die alle in einer Woche krank sind :-)






Montag, 12. März 2007

Nächster Geburtstag: Happy Birthday Lisi

Lisi wollte ihren Geburtstag mit einer Themenparty feiern, die der volle Erfolg wurde... Das Ergebnis war eine riesige Feier mit vielen interessanten Outfits ...





happy birthday yvonne...

... am 6. März hat Yvonne Geburtstag gefeiert... war "jättebra" das Abendessen in der Kalmar Nation :-)



Montag, 5. März 2007

Something serious: Rolle von Frau und Mann in Schweden

Ein Thema, das in Schweden als Mitteleuropäer sehr augenfällig erscheint, ist die Emanzipation der Frauen hier. Schweden kann auf eine viel längere Geschichte in dieser Thematik als Mitteleuropa verweisen.

Augenfällig, wie gerade erwähnt, wird dies dann, wenn man z.B. viel mehr Männer mit Kinderwägen herumfahren sieht als in Österreich oder vor allem dann, wenn ein durchtrainierter 120 kg Muskelprotz seine Tochter mit dem Kinderwagen durch das Fitnesscenter schiebt, weil er gerade auf Karenz ist.

Auch die Rollenteilung scheint hier mehr aufgebrochen zu sein, als in Mitteleuropa. Schweden weist beispielsweise die höchste Frauenerwerbsquote in der EU auf, was unter anderem den teuren Sozialstaat erst funktionieren lässt.

Außerdem sind die "dagis", die Ganztags-Kinderheimstätten überall in Schweden gratis verfügbar und von hoher Qualität. Schweden hat während der freigiebigen Sozialstaatszeit in den 1960iger und 1970iger Jahren ua. diese Versorgung eingeführt.

Wer sich fragt, warum der Ausbau dieses gewaltigen Sozialstaats möglich wurde, dem kann ich nun drei Antworten geben:
  • Erstens versuchten die schwedischen Politiker aus den Reihen der Sozialdemokraten durch Kooperation Anhänger für ihre Ideen zu finden. Dies waren zunächst die Bauern und deren Zentrumspartei in der Zeit der Wirtschaftskrise der 1930iger die durch eine Grundversorgung durch den Staat ins Boot geholt wurden. Diese war für alle Bürger gleich.
  • Wirtschaftsliberale lehnten dieses Modell ab, da es für diese nur etwas zu verlieren gab. Daher wurde eine zweite Schicht eingezogen, die einkommensabhängig war. So wurden auch Besserverdiener zu Gewinnern.
  • In der Zeit als der Mittelstand zu wachsen begann (1950 bis 1970) wurde auch die konservative Seite in die Kooperation geholt, da die Leistungen so stark erhöht wurden (zb Arbeitslosenunterstützung mit 90 % des Letztbezugs), dass auch der Mittelstand stark profitierte und die Ideen unterstützte.
So war es auch möglich, dass die Sozialdemokratische Partei von 1932 bis 1976 durchgehend den Premierminister stellte - was politikwissenschaftlich natürlich interessant ist...

Um wieder zurück zum Thema zu kommen: Ich habe kurz versucht zu erklären, wie instiutionelle Rahmenbedingungen geschaffen wurden, die vielleicht Emanzipation erleichterten (vor allem wirtschaftlich). Interessant und besonders erwähnenswert ist jedenfalls das Selbstverständnis, mit dem dies alles passiert ist.

Heute gibt es jedenfalls keine Hausfrauen mehr in Schweden. Weiters belegen zahlreiche Studien, dass die dagis die bessere Methode zur Erziehung sind, da pädagogisch geschultes Personal besser auf Kinder eingehen könnte als so manche Eltern und auch "schlechte" Einflüsse aus der Familie unterbunden werden können (zb zu viel essen, etc.)
Diese Argumente verursachen wohl bei einigen Familienmüttern und -vätern einen Aufschrei: Sei es, weil sie gerne Zeit mit Kinder verbringen - sei es, weil sie ihre Kinder nach ihren Werten formen mögen :-)

Kritisiert wird die schwedische Frauenemanzipation aber auch von der politisch linken Seite: Sie sei zu oberflächlich und trotz hoher weiblicher Erwerbsquote kann man nicht in die Familien hineinschauen und sagen, wer tatsächlich abwäscht und kocht.
Sicher ist jedenfalls, dass durch die wirtschafliche Emanzipation auch die Scheidungsrate erhöht wurde, was aber sicherlich teilweise durch die säkulare Gesellschaft zu erklären ist.

Handboll Elitserien

Lund hat ja freizeitmäßig einiges zu bieten und so hat Lars, ein Mitbewohner aus meinem Korridor und selber Handballspieler, vorgeschlagen, dass wir uns doch einmal ein Spiel ansehen könnten. Dank der hohen Studentenrabatte ist es auch sehr günstig gewesen :-)

Es spielte H 43 Lund gegen IK Heim aus Göteborg - leider hat Lund gegen den Tabellenletzten verloren...




Kurzbesuch in Kopenhagen - ein Blick über den Öresund

Dank der relativ neuen Öresundbrücke ist die Reise nach Kopenhagen ja ein Katzensprung geworden (von Lund aus) und so haben Michi und ich noch kurz vor ihrem Abflug am 1.3. in CPH vorbeigeschaut...

In Kopenhagen tut sich immer einiges (http://de.wikipedia.org/wiki/Kopenhagen) - vor allem durch die mehr als 500.000 Einwohner. Trotzdem hatten wir noch ein kleines Schock-Erlebnis, da es ja bekanntlich an diesem Wochenende zu Ausschreitungen kam, wurde der geplante Zug gestrichen und wir sind nur 4 Min. vor der Schließung des Check-Ins mit dem Bus am Airport angekommen :-).

Ausschnitte aus den Berichten:
"In Kopenhagen habe Autonome heute die Zentrale der Sozialdemokraten besetzt. Nach den Ausschreitungen in der vergangenen Nacht stellen sich die Sicherheitskräfte in der dänischen Hauptstadt auf weitere Krawalle ein. Im Gefolge der Räumungsaktion war es zu schweren Straßenkrawallen gekommen. 217 Menschen wurden festgenommen, darunter neun Deutsche."

Und natürlich noch ein paar Bilder aus der geschichtsträchtigen Stadt: